....und plötzlich fehlt ein halber Tag
Langstreckenflüge in Ost-West-Richtung haben es in sich: Zeitverschiebungen nämlich, die Ihnen ziemlich zu schaffen machen können.
Unser Körper ist von Natur aus auf einen 24-Stunden-Rhythmus eingestellt, den er nicht so schnell umstellen kann. In New York zum Beispiel ist es erst zwei Uhr mittags, wenn bei uns abends die Tagesschau beginnt. In Sydney in Australien dagegen schlafen die Menschen schon tief und fest, wenn wir gerade zu Mittag essen.
Schonfrist für Körper und Geist
Ihr Körper braucht Zeit, um diese Umstellung zu verkraften!
Rechnen Sie für zwei Stunden Zeitverschiebung mit einem Tag Anpassungszeit. In diesen Tagen sollten Sie es langsam angehen lassen. Sie sind weniger belastbar als sonst und anfälliger für Gesundheitsprobleme, vor allem Infektionen. Diese Phänomene werden unter dem modernen Begriff "Jetlag" zusammengefasst.
Eine häufige Frage: Soll man schlafen, wenn man müde ist? Möglichst nicht! Das mag Ihnen schwer fallen – wenn Sie zum Beispiel gegen Mittag nach New York fliegen (der Flug dauert sechs bis acht Stunden), landen Sie fast zur gleichen Zeit wie sie abfliegen. Nur für Ihren Körper ist es sechs Stunden später, und er wird Ihnen bald signalisieren, dass es jetzt aber wirklich Zeit fürs Bett ist. Widerstehen Sie, und gehen Sie erst dann zu Bett, wenn es am Zielort Abend ist! Sie zögern sonst die Umstellung hinaus.
So stellen Sie Medikamente um
Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, den stellt die Zeitverschiebung vor ein besonderes Problem:
Zu welchen Zeiten sollen die Mittel künftig genommen werden? Schließlich darf es bei vielen Mitteln nicht zu einem "Wirkstoffloch" kommen, aber jede Nacht den Wecker zu stellen, um die Heimatzeiten einzuhalten, ist auch nicht das Wahre. Zum Glück gibt es Schemata für die Medikamentenumstellung. Fragen Sie Ihren Arzt danach oder den medizinischen Dienst der Fluglinie, mit der Sie reisen (die Telefonnummer sollte Ihr Reisebüro Ihnen nennen können). Und denken Sie daran, gleich auch nach der Umstellung für die Rückreise zu fragen!
Quelle: www.travelmed.de




