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Organspende

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Die Organspende

Organspende-Show war inszeniert.

Die Aufregung war groß, aber sie war auch umsonst: Die umstrittene Organspende-Show im niederländischen Fernsehen war nur inszeniert. Die als „Lisa" vorgestellte angeblich todkranke potenzielle Spenderin ist eine Schauspielerin. Die „Grote Donor Show" habe lediglich auf die prekäre Organspende-Situation hinweisen wollen.

Weltweit ist ein Aufschrei der Entrüstung durch die Medien gegangen. " Wie kann man nur eine Niere im Fernsehen an einen von drei Kanditaten verschenken ".

Aber die Notwendigkeit von Organspenden ist wieder in aller Munde. Aktuell stehen dem zunehmenden Bedarf an Organen eine rückläufige Spenderzahl gegenüber, was die durchschnittliche Wartezeit für ein Organ verlängert.

Derzeit warten in Deutschland etwas 12.000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, fast 9000 auf eine Niere. Es warten etwa dreimal so viele Menschen auf eine neue Niere, wie Transplantate vermittelt werden können.

Für Herz und Leber gilt: Einige Patienten müssen wegen schlechtem Allgemeinzustandes von der Warteliste genommen werden, andere sterben, weil kein Organ rechtzeitig zur Verfügung steht.

In Deutschland wurden 2006 als Verstorbenen-Spende übertragen: 2257 Nieren, 385 Herzen, 918 Lebern, 435 Lungen - jeweils mit einem deutlichen Zuwachs gegenüber den Vorjahren. Lediglich bei Bauchspeicheldrüsen meldet Eurotransplant in Deutschland (wie in den Nachbarländern) einen Rückgang - 149 Transplantationen in 2006.

Transplantationen sind nur möglich, wenn Menschen sich zu Lebzeiten mit der Organspende auseinandersetzen, dazu eine persönliche Entscheidung treffen, diese schriftlich festhalten und mit ihren Angehörigen sprechen. Ist der Wille des Verstorbenen nicht bekannt, so entscheiden stellvertretend die Angehörigen – seinem mutmaßlichen Willen folgend.

Ein Organspendeausweis finden Sie hier: Organspendeausweis