Was getan werden muss.
Oft ist der Tod, besonders bei älteren Menschen, absehbar. Die Gesundheit verschlechtert sich und die Angehörigen merken, dass es bald Zeit wird Abschied zu nehmen.
Wichtige Dinge können schon vorbereitet und abgesprochen werden. Besonders die Art der Beerdigung und der Ablauf sollte nach den Wünschen des Sterbenden organisiert werden.
Aber manchmal kommt der Tod auch überraschend und unvorhersehbar.
Plötzlich heisst es, wichtige und oft dringende Dinge müssen entschieden werden. Die ersten Schritte können zu dem Zeitpunkt sehr schwierig sein.
Die folgende Liste soll helfen, möglichst nichts zu vergessen:
- Ausstellen eines Totenscheins vom Krankenhaus oder dem Arzt, mit Angabe der Todesursache und des Todeszeitpunktes. Er ist wichig für die Sterbeurkunde vom Standesamt.
- Das Bestattungsinstitut auswählen und informieren.
- Bei Tod im Krankenhaus, Nachtschränkchen und Kleiderschrank leeren und persönliche Dinge aushändigen lassen.
- Wenn der Verstorbene alleinstehend war, Haustiere versorgen und in Pflege geben.
- Gespräch mit dem Bestattungsinstitut über die Art und den Ablauf der Beerdigung bzw. der Trauerfeier. Was sind die Wünsche des Verstorbenen?
- Auswahl von Sarg oder Urne, Blumen am Grab oder eine Spende, Zeitungsanzeige, wenn ja, welcher Inhalt?
Aussehen der Traueranzeige? - Wichtig! Über die Kosten der Beerdigung mit dem Unternehmen sprechen und ein Budget festlegen.
- Mit dem Geistlichen die Termine für ein Gespräch und die Beerdigung festlegen.
- Den Sterbefall beim Standesamt melden. Dieses stellt die Sterbeurkunde sowie Kopien aus. Zuständig ist das Standesamt, in dessen Einzugsgebiet der Todesfall eintrat. Dafür wird benötigt:
Personalausweis des Verstorbenen, Totenschein, bei Ledigen die Geburtsurkunde und bei Verheirateten die Heiratsurkunde. - Alle persönlichen Dokumente bereitlegen: Geburtsurkunde, Heirats oder Scheidungspapiere, Sterbeurkunde.
- Die Sterbegeldversicherung informieren.
- Traueranzeigen verschicken.
- Gästeliste für die Beerdigung, wer bleibt zum Kaffee oder zum Essen?
- Gaststätte aussuchen und buchen.
- In der Wohnung des Verstorbenen, elektrische Geräte ausschalten, Heizung drosseln, Lebensmittel mitnehmen und Abfall entsorgen, Pflanzen mitnehmen.
- Wichtig! Alle Unterlagen und Rechnungen sollten in einem Ordner gesammelt werden.
- Gespräch mit dem Geistlichen über den Ablauf und den Inhalt der Beerdigung.
- Arbeitgeber des Verstorbenen informieren wegen der Ansprüche an die betriebl. Unfallversicherung oder die Berufsgenossenschaft.
- Alle wichtigen Unterlagen des Verstorbenen bereitlegen: Versicherungspolicen, Bankunterlagen mit Ansprechpartnern und ggf. Testament.
- Bei der Deutschen Rentenversicherung die Witwenrente beantragen.
- Beantragung der Auszahlung von Lebensversicherungen, falls vorhanden.
- Wohnung des Verstorbenen oder Heimplatz kündigen und Auszugs - bzw. Räumungstermine beachten.
- Den Verstorbenen bei Rentenversicherung, Pensionskassen, Krankenkasse, Versicherungen (Hausrat, Haftpflicht) und anderen Ämtern und Behörden abmelden.
- Wichtig! Testament, falls vorhanden, zur Nachlassbehörde bringen um einen Erbschein zu beantragen.
- Daueraufträge bei der Bank löschen, Internet, Kabel TV, Abos und Mitgliedschaften kündigen bzw. ummelden.
- Versorger: Gas, Strom, Wasser usw. informieren.
- Fahrzeug abmelden bzw. ummelden.
- Grabgestaltung in Auftrag geben. Evtl. die Grabpflege beauftragen.



