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Trauer und Abschied gehören zum Leben.

Eine Kultur des Trauerns ist uns weitgehend verloren gegangen.

Trauer aber ist die natürliche Reaktion von Körper und Seele auf Verlust.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sterben wir in gewisser Weise mit ihm. Wir fühlen uns nicht mehr ganz, nur noch zum Teil lebendig.

Was wir verloren haben, braucht nicht Verdrängung, vielmehr einen neuen wohltuenden Platz in unserem Leben.

Trauernde sind Reisende zwischen den Welten, zwischen Diesseits und Jenseits, Grenzgänger zwischen Himmel und Erde.

Rituale und das Wissen über die Trauerphasen, können Sicherheit vermitteln und ermutigen, sich symbolisch auf einen realen Weg in die Welt der eigenen Gefühle zu begeben. Das bedeutet nicht, Emotionen ohnmächtig ausgeliefert zu sein, sondern selbstbestimmt zu handeln und die eigene Trauer aktiv zu gestalten.

Sich in das Zentrum des Labyrinthes von Gefühlen und Gedanken und wieder hinaus zu begeben, löst innere und äußere Starre und führt zu tieferer Erkenntnis.

Trauer darf weder verdrängt noch versteckt werden. Jeder Mensch muß trauern können. Wir müssen die Trauer zulassen, Trauer muß erlebt und durchlebt werden. Denn nur dann, wenn die Trauer bewältigt wird, wenn ihr Zeit und Raum gegeben wird, kann aus der Trauer heraus neuer Lebensmut entstehen.

Die Trauer verläuft gewöhnlich in mehreren Phasen. Die bekanntesten Theorien rund um den Trauerprozess stammt von Verena Kast.