Vitamin K - Mangel
Ein nahrungsbedingter Mangel ist selten und kommt in ausgeprägter Form nur bei unausgewogener künstlicher Ernährung sowie bei Neugeborenen vor.
Zu Mangelerscheinungen führen Fettresorptionsstörungen oder Lebererkrankungen, längere Einnahme von Antibiotika sowie eine hohe Aufnahme von bestimmten anderen Medikamenten (Substanzen mit antagonistischer Wirkung). Gegenspieler von Vitamin K sind zum Beispiel Dicumarol und Macumar. Sie hemmen die Blutgerinnung und werden deshalb bei Herzinfarkt- und Thromboseneigung verordnet. Bei einem Vitamin-K-Mangel sinkt zunächst der Prothrombinspiegel im Blut, die Blutgerinnungszeit verlängert sich. Frühsymptom eines Vitamin-K-Mangels ist Zahnfleischbluten. Weiterhin kommt es zu Blutungsneigungen der Haut, der Schleimhäute und der inneren Organe. Beim Säugling können in den ersten sechs Tagen aufgrund von Leberunreife, geringer Resorption fettlöslicher Stoffe und geringem Vitamin-K-Gehalt der Muttermilch schwere, lebensbedrohliche Blutungsneigungen im Gehirn auftreten.
Vitamin K - Überversorgung
Eine Überversorgung ist selten und normalerweise nicht ernährungsbedingt.
Sie kann auftreten, wenn Vitamin-K-Supplemente in hohen Dosen zur Therapie von Gallen- und Pankreaserkrankungen sowie Blutgerinnungsstörungen eingesetzt werden. Folgende Symptome können dann auftreten: Auflösung der roten Blutkörperchen, Erbrechen und Thrombose.
Vitamin K - Bedarf
Erwachsenen wird eine Zufuhr von 60 bis 80 Mikrogramm (µg) pro Tag empfohlen.
Diese Menge ist in einer normalen Misch-Kost enthalten. Daneben können die Dickdarmbakterien Vitamin K synthetisieren. Bisher ist noch umstritten, ob die Vitamin-K-Synthese im Dickdarm wesentlich zur Bedarfsdeckung Erwachsener beiträgt.



