Vitamin D - Mangel
Vitamin-D-Mangel führt bei Kindern zu "Rachitis", einer Krankheit, bei der das gesunde Wachstum des Knochens beeinträchtigt ist.
Dies kann zu weichen Knochen und Muskelschlaffheit führen. Beim Erwachsenen nennt man die Folgen eines Vitamin-D-Mangels "Osteomalazie". Hierbei werden dem fertigen Knochen Calcium und Phosphat entzogen. Die Folge sind Knochenschwäche und -schmerzen sowie Knochenbrüche.
Bei der "Osteoporose" handelt es sich um eine Krankheit, die nur indirekt von der Vitamin-D-Zufuhr abhängig ist. Sie entsteht wahrscheinlich durch eine zu geringe Calcium-Zufuhr und einen Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen. Betroffen sind besonders Frauen nach den Wechseljahren.
Vitamin D - Überversorgung
Hohe Dosen führen zu einer Vitamin-D-Überversorgung.
Die Grenze zwischen der vom Körper benötigten Menge und zu hohen Dosen ist jedoch sehr schwer feststellbar. Symptome einer Vitamin-D-Überversorgung sind Calciumablagerungen in weichen Geweben, besonders in den Blutgefäßen, Herz, Lunge und in den Nieren.
Vitamin D - Vorkommen
Vitamin D3 ist in Lebensmitteln tierischen Ursprungs, besonders in Leber und Fischleberölen, aber auch in Milch, Butter und Eigelb enthalten.
Seine Vorstufe ist das Cholesterin, das in unserem Körper unter Einwirkung von Sonnenlicht (UV- Strahlen) in Vitamin D3 umgewandelt wird.
Vitamin D2 ist ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden und darin auch nur in geringen Konzentrationen. Es besitzt die gleiche Wirksamkeit wie Vitamin D3.
Vitamin D - Bedarf
Genaue Angaben über den Bedarf sind schwierig, da die Bildung von Vitamin D durch UV-Strahlen nicht gemessen werden kann und von vielen Faktoren abhängig ist.
Normalerweise sollen täglich zehn Minuten Sonnenbestrahlung auf Armen und Gesicht ausreichen. Im Winter muss mehr Vitamin D über die Nahrung zugeführt werden, wobei Milch und Milchprodukte einen wichtigen Beitrag zur Vitamin-D- Versorgung leisten. Die empfohlene Menge Vitamin D für Kinder, Jugendliche und Erwachsene kann bereits durch eine Portion Fisch pro Woche erreicht werden; Säuglinge, Schwangere und Stillende sollten die doppelte Menge aufnehmen. Die früher bei Kleinkindern häufig auftretende Rachitis konnte durch Vitamin-D- Anreicherung der Säuglings- und Kleinkinderkost oder durch Gabe von Tabletten beseitigt werden. Allgemein gilt die Versorgung mit Vitamin D in der Bundesrepublik als gesichert.



