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Vitamin C

Vitamin C ist in unserem Körper an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt. Es ist unentbehrlich für die Abwehrstärkung und Immunstimulation, das Hormon- und Nervensystem, die Regulation des Fettstoffwechsels, die Anregung des Entgiftungssystems, die Bildung und Funktionserhaltung von Knochen und Bindegewebe sowie die Beschleunigung der Wundheilung.

Vitamin C ist darüber hinaus der wichtigste Radikalfänger im menschlichen Körper und spielt eine entscheidende Rolle bei entzündlichen Erkrankungen und Strahlenbelastungen.

Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen, die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen bzw. Strahlen gebildet werden.

Unser Körper verfügt über ein ganzes Netz unterschiedlicher Schutzsysteme, die diese freien Radikale sofort wieder auffangen und vernichten. Dazu gehören körpereigene Verbindungen, aber auch Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt werden, wie die Vitamine A, C und E.

Vitamin C - Mangel

Bei Vitamin C-Mangel ist besonders der Aufbau des Binde- und Stützgewebes betroffen. Schwerer Vitamin C-Mangel führt zu Zahnausfall, Knochen- und Gelenkveränderungen. Diese Folgeerscheinungen eines Vitamin C-Mangels werden als Skorbut bezeichnet. Gefährdet sind mit Kuhmilch oder Sterilmilch ernährte Säuglinge. Bei ihnen kann durch Vitamin C-Mangel die Knochenbildung gestört sein. In seiner ausgeprägten Form ist der Skorbut in Deutschland jedoch selten. Ein leichter Vitamin C-Mangel äußert sich in unspezifischen Symptomen wie Schwäche, Ermüdbarkeit, Zahnfleischschwellungen und verminderter Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen.

Vitamin C - Überversorgung

Vitamin C ist außerordentlich gut verträglich; bei sehr hohen Dosen kann jedoch der Säuregehalt im Blut leicht ansteigen. Die vorbeugende Wirkung von hohen Dosen gegen Erkältungskrankheiten und Krebs ist umstritten.

Vitamin C - Vorkommen

Vitamin C lässt sich in allen pflanzlichen Lebensmitteln nachweisen.
Besonders hohe Konzentrationen findet man in schwarzen Johannisbeeren, Zitrusfrüchten und Paprika. Aufgrund des häufigen Verzehrs spielt bei uns die Kartoffel als Vitamin C- Quelle eine bedeutende Rolle. Vorsicht bei der Lebensmittelzubereitung: Vitamin C ist empfindlich gegen Licht, Luft und Hitze. Beim Kochen, Konservieren oder Lagern gehen deshalb erhebliche Mengen verloren.

Vitamin C -Bedarf

Für Erwachsene und Jugendliche wird eine Zufuhr von 100 mg Vitamin C pro Tag empfohlen. Dies ist bereits durch den Verzehr von einem der folgenden Lebensmitteln gewährleistet:

  • 50 g schwarze Johannisbeeren
  • 1 rohe Paprika
  • 1 Orange
  • Glas Orangensaft


Schwangere und Stillende sollten etwa 25 Prozent mehr Vitamin C aufnehmen. Der Bedarf wird außerdem gesteigert durch körperlichen Stress, starkes Schwitzen, Rauchen und Arzneimittel.

 

Vitamin C - Gehalt ausgesuchter Lebensmittel

Lebensmittel

Portion in g

Vitamin C pro Portion in mg

Innereien

100

20-40

Kiwi

100

100

Johannisbeeren

100

189

Ananas

150

30

Honigmelone

150

38

Mandarinen

150

48

Grapefruit

150

62

Apfelsine

150

75

Erdbeeren

150

93

Kohlrabi (roh)

100

66

Paprika

100

140

Grüne Bohnen

200

38

Tomaten

200

48

Spargel

200

56

Kohlrüben

200

86

Kohlrabi, Blumenkohl

200

132

Grünkohl, Broccoli

200

210

Kartoffeln

250

55

(Beachten Sie bitte: Beim Kochen des Gemüses können zwischen 10 und 60 Prozent des Vitamin-C-Gehaltes verloren gehen.)