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Der demographische Wandel in Unternehmen

Jugendliche Stärken wie Dynamik und Ideenreichtum zählen bei den meisten Unternehmen nach wie vor wesetlich mehr als Weitblick und Erfahrung. Wohin diese fehlgeleitete Personalpolitik führt, haben die ergangenen Jahre gezeigt: Aufstieg und Fall des Neuen Marktes waren begleitet von dem Irrglauben, Jugend sei ein Garant für Zukunftschancen und Wachstum. Ein Vorurteil, das auch vor der Besetzung verantwortlicher Positionen nicht hatl machte - und viele Utnernehmen schnurstracks in die Pleite führte.

Gelernt haben die meisten Firmen aus ihren Fehlern nicht viel. Trotz der Erfahrungen der Jahre 1998 bis 2002 verzichten sie auf das Know-how älterer Mitarbeiter und setzen weiterhin auf Jugend als Sinnbild der Innovation. Zwar hat in vielen Rückbsinnung auf das Kerngeschäft stattgefunden. Die Personalabteilungen hat diese neue Orientierung an alten Werten aber bislang kaum erreicht - sie halten hartnäckig an ihrem gewohnten Denkmustern fest.

Dieser Mangel an Flexibilität wird wegen des demographischen Wandels in naher Zukunft verheerende Folgen nach sich ziehen: während Unternehmen in anderen Ländern ihre Personalpolitik längst an das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung angepasst haben, grassiert in Deutschland weiterhin der Jugendwahn. Gelingt es den Firmen nicht, ihre Rückständigkeit rechtzeitig zu überwinden, drohen katastrophale Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Um den aktuellen Mangel an Fach  - und Führungskräfte im Vorfeld zu vermeiden, müssen Einstellungskriterien, die ältere Bewerber von vornherein benachteiligen, kritisch überdacht werden. Ausserdem ist es geradezu grotesk, über eine Anhebung des Rentenalters und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit zu diskutieren, ohne gleichzeitig Grundlagen zu schaffen, die es älteren Arbeitnehmern ermöglichen im Arbeitsprozess zu bleiben oder leichter neue Beschäftigung zu finden. Hier sind sowohl die Unternehmen als auch die Politik aufgefordert zu reagieren.

Quelle:www.inqa.de

Eine Umfrage der Claus Goworr Consulting unter 600 Personalentscheidern

Das Alter gestalten...

Die demographische Alterung stellt die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt vor neue Herausforderungen. Der 8. Zürcher Gerontologietag widmet sich dem Altern zwischen Wirtschaftswachstum und Sinnfindung.

Ältere Menschen sind weniger leistungsfähig und ihr Wissen hoffnungslos veraltet - oder etwas nicht? Veraltet sei höchstens dieses Altersbild, meint Prof. Eberhard Ulich, ehemalicher Direktor des Intsitutes für Arbeitspsychologie der ETH Zürich. Leider ist dieses Altersbild in den Unternehmen noch oft anzutreffen.

Weitergehende Informationen finden Sie in dem Artikel.